Plankton – schwebendes Leben

algen
Kaum von Auge sichtbar, zeigt das Plankton erst unter dem Mikroskop seine faszinierende Vielfalt. Winzige Pflanzen (Algen, Phytoplankton in der Fachsprache) in verschiedensten Formen schweben im Wasser. Als erste Stufe in der Nahrungskette sind sie die Grundlage für das höhere Leben” im See.

Algen, wie alle grünen Pflanzen, brauchen Sonnenlicht und Nährstoffe um zu wachsen und sich zu vermehren. Die Jahreszeit, Wind und Sonneneinstrahlung beeinflussen das Wachstum des Phytoplanktons. Viele Nährstoffe und schönes Wetter können aber auch zu unerwünschten Algenblüten führen. Grünbraunes, undurchsichtiges Wasser empfinden wir dann als unappetitlich, obwohl die Algen in den allermeisten Fällen für den Menschen harmlos sind. Der Abbau solcher Algenblüten im See kann jedoch zu Sauerstoffschwund, faulem Tiefenwasser und im schlimmsten Fall auch zu Fischsterben führen.

Graphiken

Phytoplankton Bielersee 2007-16
Zooplankton Bielersee 2007-16

Phytoplankton Murtensee 2007-16
Zooplankton Murtensee 2007-16

Phytoplankton Neuenburgersee 2007-16
Zooplankton Neuenburgersee 2007-16

 

 

Zooplancton

Zooplankton – fressen und gefressen werden
Kleine Tiere (Zooplankton) ernähren sich von den Algen und bilden selber die Futtergrundlage für Fische. Essen wir gerne Fisch, stehen am Ende der Nahrungskette auch wir Menschen!

Teile des Zooplanktons, die von blossem Auge knapp sichtbaren Kleinkrebschen, dienen den Gewässerfachleuten als Zeiger für den Seezustand. Die Artenvielfalt und die Häufigkeit der Krebschen hängen eng zusammen mit der Art und Menge ihres Futters, den Algen. Je nach Produktivität des Sees dominieren somit andere Zooplanktonarten. Diese haben auch ihre eigenen Fressmethoden entwickelt: Wasserflöhe (Daphnien) filtrieren kleine Algen aus dem Wasser. Im Frühsommer, wenn die Daphnien sehr häufig sind, können sie algenreiche Seen fast leerfressen und das Wasser wird vorübergehend klar (ein deutliches Zeichen für zuviel Nährstoffe im See). Die räuberischen Hüpferlinge (Cyclopiden) ernähren sich wiederum von Daphnien und anderen Zooplanktern, werden selber aber auch von grösseren Arten gefressen.

Im Fachbericht Plankton 2009 (3 MB) sind die Ergebnisse der langjährigen biologischen Untersuchungen in den 3 Seen zusammengestellt (Zusammenfassung, 414 KB).